Fahrsicherheitstraining

Wie im letzten Jahr geplant ging’s mit Copiliton zu einem Fahrsicherheitstraining. Ziel: einen ganzen Sonntag lang die eigenen Fahrfähigkeiten steigern.

Edward hat bereits eine sehr schöne Zusammenfassung geschrieben, der ich mich nur anschließen kann. Die ersten Übungen habe ich nicht alle mitgemacht, da mit Copilotin auch nicht für alles genug Platz auf dem Motorrad war. So habe ich mich also nicht auf meinen Sitz gekniet. Und mich auf den Tank zu setzen war mir tatsächlich zu gefährlich. Ich Angsthase.

Die Langsamfahrübungen machten die erste Tageshälfte aus. Man fährt so langsam, dass das Motorrad nicht im sogenannten eigenstabilen Geschwindigkeitsbereich ist. Also muss der Pilot die Maschine durch Gleichgewicht in der Wage halten. Mit meiner dicken Maschine, Copilotin und mir durfte ich also irgendwas um 450 Kilo „balancieren“. Kurz vor Ende der Trainingseinheit ist die Copilotin dann abgestiegen und plötzlich war das Langsamfahren gar kein Problem mehr. Ich war beeindruckt wie schnell sich der Gleichgewichtssinn an so eine Aufgabe gewöhnt. Mit Copilotin war es zugegebenermaßen noch etwas schwieriger, aber ohne dann ein Kinderspiel.

Nach der Mittagspause kamen dann die Notbremsübungen und die Kurvenübungen. Auch hier machte das Gewicht einen Unterschied: mit Copilotin bleibt die Maschine bei einer Vollbremsung völlig ruhig. Ohne tanzt das Heck ein wenig. Tja, meine Maschine ist eben für zwei gebaut.

A propos für zwei: wenn jemand der geneigten Leserschaft mal mitfahren möchte: kein Problem. Mein Copilotenplatz ist neuerdings unbesetzt.

Für das Kurventraining innerhalb des Tages gab es einige Hinweise zur Sitzposition. Man sollte wenn möglich hocken – also das eigene Gewicht mit den Füßen auf den Fußrasten balancieren und nicht „schlapp“ auf dem Sitz lagern. Der Effekt ist atemberaubend: Die Maschine lässt sich viel exakter durch Kurven bewegen und man „sitzt“ bei unebener Straße viel ruhiger. Nach längeren Fahrten habe ich so jetzt Muskelkater in den Beinen.

Mein Highlight zog sich über den ganzen Tag hinweg: dadurch das wir zu zweit auf der Maschine waren hatte ich quasi einen „personal Trainer“. Sie hat alle Aufgabenstellungen und Hinweise gehört und konnte mir so direkt Feedback geben, ob das wohl so geklappt hat wie geplant oder worauf ich mal noch achten sollte. Ich war also nicht darauf angewiesen, dass der Trainer hinschaut wenn ich eine der Übungen gemacht habe. Das war super.

Edward und ich haben schon entschieden: nächstes Jahr wieder. Das gewonnene Sicherheitsgefühl und das bessere Handling der Maschine sind es auf jeden Fall wert.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ich hatte damals jedes Jahr zur Saisoneröffnung ein Fahrsicherheitstraining mitgemacht. Es war unglaublich wie ich so viel schneller wieder ‚drin‘ war. Abgesehen von dem deutlich besserem Gefühl für die Maschine.
    Irgendwie war es so als ob die Maschine und ich morgens hingefahren sind und abends gingen wir als Einheit wieder.
    Ich hatte damals idR die einzige Maschine mit ABS und das macht die Notbremsung immer interessant. Um wie viel ich früher zum Stehen gekommen bin. Eindrucksvoll!

    Ich finde es toll, das ihr das macht! Es lohnt sich, auch wenn man dann abends dann doch fix und foxi ist.

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