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Reifendruckmessung für Nerds

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Der richtige Reifendruck ist wichtig – auch bei Autos. Den meisten Autofahrern ist das ziemlich egal. Hat man aber nur zwei luftbefüllte Gummireifen, muss man darauf achten. Die regelmäßige Kontrolle an der Tankstelle ist mir aber irgendwie zu mühsam. Ich hätte da gerne einen technischen Assistenten. Gesagt, getan, gegoogelt, gekauft.

Ein erfolgreiches Kickstarter Projekt FOBO (https://my-fobo.com/) hat nachgelegt und neben der Unterstützung für Autoreifen auch Sensoren für Motorräder und Fahrräder ins Programm aufgenommen. Warum die Sensoren untereinander nicht kompatibel sind, muss sich ein BWLer ausgedacht haben. Anyway. Ich hab‘ mir für knappe 100 € das Set für Motorradfahrer zugelegt.

Die Installation ist super einfach: Plastikkappe vom Ventil abschrauben, Sensor draufschrauben, mit dem Smartphone (bei laufender App) den Sensor berühren, fertig. Für jeden Reifen kann man getrennt den Solldruck sowie die Ober- und Untergrenzen vorgeben. Wenn der Druck über- oder unterschritten wird warnt die App per Notification. So weiß ich jetzt wann ich zum Nachfüllen muss.

Neben dem aktuellen Reifendruck wird auch die Lufttemperatur im Reifen gemessen. Das ist wichtig, da die Temperatur Einfluss auf den Reifendruck hat. Und wenn man bei 3 Grad und zu niedrigem Druck losrollt dann kann das noch in Ordnung sein, da die Luft erwärmt wird und sich dann der Druck erhöht.

Jeder Sensor enthält eine kleine Knopfzellenbatterie, die den Sensor ungefähr ein Jahr lang mit Strom versorgt. Der Austausch ist ebenfalls einfach konzipiert und in wenigen Minuten erledigt. Nur die Batterieanzeige für die Sensoren in der App ist nicht so richtig aussagekräftig. Das geht von Voll auf 75 % zu „Sensor offline“. Da habe ich mich beim Ersten mal schon erschrocken – der Sensor könnte ja auch defekt sein.

Wer Angst hat das die Sensoren gestohlen werden könnten: zunächst mal sind die Sensoren fest mit dem eigenen Account verknüpft und können erst nach einer Entkopplung in einem anderen Account verwendet werden. Und ausserdem ist eine Diebstahlsicherung mit im Lieferumfang enthalten. Die ist dann nur mit Werkzeug zu entfernen. Dazu braucht’s zwar kein Spezialwerkzeug, aber immerhin mehr als die eigenen Hände.

Man kann die installierten Sensoren auch mit anderen Fobo-Nutzern „sharen“, so dass diejenigen auch ohne Pairing-Prozess auf die Sensordaten zugreifen können. Das ist vermutlich dazu gedacht falls man mal sein Auto verleiht oder so… beim Motorrad macht das irgendwie wenig Sinn. Es sei denn vielleicht man hat 2 Motorräder im Haushalt. Dann ist es vielleicht praktisch wenn jeder die Sensoren des anderen einsehen kann.

So kann ich jedenfalls jederzeit auf meinem Smartphone nachschauen ob der Druck in Ordnung ist. Superpraktisch.

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